Als ich gerade einen Artikel über Skype im Krankenhaus gelesen habe, bin ich auf die Nachricht gestoßen, dass Hugo Chavez, der Präsident von Venezuela, sich bei Twitter registriert hat. Das verkündete gerade Reuters Italien. Aber auch in einem spanischsprachigen Blog kann man lesen, dass Chavez sich unter dem Twitter-Konto @chavezcandanga angemeldet habe. Mittlerweile hat er auch schon über 34.000 Follower, das ist fast absolute Mehrheit in dieser kurzen Zeit.
Was aber eigentlich überrascht, ist, dass er erst vor kurzem Twitter als Instrument des Terrorismus gegeißelt habe, das es zu bekämpfen gilt. Wahrscheinlich hat er aber das Potenzial dieses Werkzeuges erkannt und begibt sich nun in die Höhle des Löwens bzw. in das Nest des Vögelchens, um sich seinen Gegener entgegenzustellen.
In gewohnt kämpferischer Manier hat er auch seinen ersten Tweet geschrieben. Eigentlich beeindruckend, dass es nur 140 Zeichen sind, da er sonst stundenlang über ein Thema sprechen kann, ohne auf den Punkt zu kommen.
“Epa que tal? Aparecà como lo dije: a la medianoche. Pa Brasil me voy. Y muy contento a trabajar por Venezuela. Venceremos!!”
“Hey, wie geht´s? Hier bin ich, wie ich es gesagt habe: Um Mitternacht. Ich gehe jetzt nach Brasilien. Und ich bin sehr zufrieden, für Venezuela zu arbeiten. Wir werden siegen!!”
@chavezcandanga? Aber was bedeutet das? Chavez ist klar. Aber Candanga? Candanga ist ein Spitzname und in Honduras und El Salvador steht es, laut RAE, für Teufel (Der Prinz der aufständischen Engel) und auf Kuba nennt man eine Arbeit oder Situation Candanga, die Überdruss und eine Belästigung darstellt.
Hm, zumindest lässt er uns die Freiheit zum Assoziieren und Interpretieren. Es könnte natürlich auch ein gelunger Schachzug der Opposition sein, die uns nun mit Falschinformation versorgt. Warten wir gespannt auf die nächsten Tweets.
2 Stunden später finde ich folgenden YouTube-Video, in dem der Präsident die Echtheit seines Twitter-Kontos bestätigt.
Ich wurde gerade von einer Englischlehrerin auf die Seite LyricsTraining.com aufmerksam gemacht und bin ziemlich beeindruckt. Man kann sehr einfach lieder hören und die fehlenden Worte ergänzen. Dabei gibt es ein Musikvideo mit dem entsprechenden Liedtext, der zeitgleich abgespielt wird und in dessen Lücken die fehlenden Wörter eingetragen werden müssen. Man kann zwischen Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Deutsch und Holländisch auswählen. Wer Deutsch als Fremdsprache lernt oder lehrt, kann hier unter Liedern von Rammstein, Franz Schubert bis hin zu Tokio Hotel, Sportfreunde Stiller oder Hannes Wader auswählen. Auch gibt es die Wahl zwischen den Niveaus Anfänger, Mittelstufe und Oberstufe und einfach, schwer und sehr schwer.
Sollte man mal ein Wort nicht sofort verstehen, so kann man mit der Backspace-Taste die Stelle noch einmal abspielen. Das Progamm hält ebenfalls an und warte darauf, dass man die Lücken ausfüllt. Erst nachdem man die Wörte bzw. Buchstaben gefunden hat, geht das Programm weiter.
Am Ende gibt es eine Zeitanzeige, die gefunden Wörter und natürlich Punkte, sodass man einen Klassenwettbewerb durchführen kann.
Wer in Argentinien als Deutscher, Österreicher, Schweizer oder Liechtensteiner, also als Deutschsprachiger Arbeit sucht sollte sich auf folgenden Seiten informieren:
Der letzte “Präsident” der argentinischen Militärdiktatur Reynaldo Bignone wurde wegen Menschenrechtsverbrechen zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Er wurde in mindestens 56 Fällen für schuldig befunden. Ebenfalls verliert er das Anrecht auf Hausarrest und muss in ein gewöhnliches Gefängnis übersiedeln. Für den 82-Jährigen bedeutet das Urteil lebenslänglich.
Estela Carlotto , die Präsidentin der Vereinigung Abuelas de Plaza de Mayo, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Urteil. Sie sagte ebenfalls, dass Bignone nicht als Präsident, sondern als Schurke bezeichnet werden sollte und das er zu den Typ Menschen gehöre, die keine Gefühle zeigten und nicht bereuen würden. Das zeigte sich auch in der 40-minütigen Ansprach Bignones, in der er nicht müde wurde zu betonen, dass es sich um den Krieg gegen den Terror gehandelt habe und vielleicht höchstens 8000 Menschen ermordert worden sein. Der Höhepunkt war, dass er sagte, dass man niemals auf die Summe von 30.000 Menschen kommen würde und niemand durch die Hand eines Militärs ums Leben gekommen sei.Es ist doch immer dasselbe mit diesen Leuten, die Fakten bis zum Schluss leugnen und sich mit den Regeln des Krieges rechtfertigen. Wie oft hörte man diese Sätze aus deutschen Mündern.
Der Ausgang des Prozeß lässt hoffen und steigert das Vertrauen in die Gerichtsbarkeit. Gleichwohl man noch auf einen Prozeß gegen Jorge Rafael Videla warten muss, gegen den ebenfalls eine Auslieferungsantrag der deutschen Justizbehörden gestellt worden ist. Die Nürnberger Staatsanwaltschaft wirft Videla Mordvor. Er wird für die Verschleppung und Ermordung der zwei Deutschen Rolf Stawowiok und Elisabeth Käsemann verantwortlich gemacht.
Die Nachrichten zum kulturellen Leben in Buenos Aires reißen nicht ab. Heute möchte ich auf die 36. Internationale Buchmesse in Buenos Aires hinweisen. Sie findet vom 22. April bis zum 10. Mai 2010 auf dem Messegelände Rural statt. Neben zahlreichen mit Büchern gefüllten Messeständen wird es auch eine großes Angebot an kulturellen Aktivitäten, Diskussionsrunden und Lesung geben.
Zu den Gäster gehört auch der deutsche Philosoph und SchriftstellerRüdiger Safranski, den man am 24. April 2010, um 19:00 Uhr bei einer Diskussion mitPablo Gianera zum Thema “Romantik - Eine deutsche Affäre” (Romanticismo. Una odisea del espÃritu alemán) erleben kann.
Am 10. Mai 2010 stellt Carla del Ponte, seit 2008 Botschafterin der Schweiz in Argentinien,das Buch Experiencias en la justicia internacional vor.
Angesichts dessen, dass Argentinien Hauptland auf der Frankfurter Buchmesse sein wird, ist die Präsenz deutschsprachiger Autoren auf der internationalen Buchmesse in Buenos Aires sehr enttäuschend.
So nun aber! Jetzt die Meldung zum 12. Filmfest von Buenos Aires dem BAFICI. Schnell die Zahlen und dann die Gewinner.
Das Fest wurde von über 280.ooo Menschen besucht und hat damit über 14 Prozent mehr Besucher als im Vorjahr. In nur elf Tagen wurden 422 Filme aus 48 Ländern gezeigt. Also auch hier gibt es steigende Zahlen.
Die Gewinner sind:Â
Internationaler Film
- Bester Film: “Alamar” , von Pedro González-Rubio (Mexiko).
Das passiert, wenn man nicht aufpasst!!!!!!!!!!! Es ist nicht das 11. Fest gewesen, sondern das 12.
Vor lauter Arbeit habe ich doch glatt das BAFICI vergessen. BAFICI ist das renomiert und von Jahr zu Jahr im populärere Festival des unabhängigen Films in Buenos Aires. Auch dieses Jahr war das Filmfest international besetzt. In den 12 vergangenen Tagen wurden über 400 Film aus 45 Ländern gezeigt und von mehr als 245.000 Menschen gesehen. Die Jury bestand aus 34 Personen. Schon allein die Zahlen zeigen einen Anstieg der Beliebtheit des Filmfestivals nicht nur auf Landesebene sondern auch international.
Die Internationalität zeigt sich auch in den Gewinnern des diesjährigen Entscheids. Der Preis für den besten Film geht an den portugiesischen FilmAquele querido mês de agosto von Miguel Gomes. Als beste Regisseurin wurde die Deutsche Karen Ade für ihren Film Alle Anderenausgezeichnet. Bester argentinischer Film wurde Todos mienten von MatÃas Piñeiro. Und die Preise für die beste Schauspielerin und für den besten Schauspieler gehen an MarÃa Dinulescu für ihre Rolle in Hooked und Alfredo Castro für seine Hauptrolle in Tony Manero.
Ich stelle hier mal ein paar Videos über Argentinien und Buenos Aires rein, die ich auf Youtube gefunden habe und für interessant halte. Es ist für diejenigen gedacht, die sich vor ihrer Reise auf Buenos Aires und Argentinien einstimmen wollen.
Dieses Video ist sehr touristisch und zeigt eigentlich nichts über Buenos Aires. Es beschränkt sich lediglich auf die großen Touristenziele. Viele interessante Viertel und Gegenden fehlen einfach. Schade es sah sehr vielversprechend aus.
Dieser Film scheint ein privates Video zu sein und kommt aus Brasilien.
Gestern gingen zehntausende Menschen in Buenos Aires auf die Straße, um gegen die Suspendierung des neuen Mediengesetz (ley de medios) zu demonstrieren. Das Gesetz wurde durch das Gericht in Mendoza ausgesetzt und trägt die Unterschrift von Otilio Roque Romano, Alfredo López Cuitiño und Julio Demetrio Petra. Gegen Otilio Roque Romano wurden bereits mehrfach Stimmen laut, die auf seine dunkle Vergangenheit hinwiesen. Ihm wird zur Last gelegt, dass er sich während der Militärdiktatur in mindestens einem Fall für Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gemacht hat.Auch Alfredo López Cuitiño steht den anderen Unterzeichnern in nichts nach, da auch ihm Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Last gelegt werden.
Wenn man die ideologische Herkunft dieser Männer genauer betrachtet, erkennt man schnell, woher die Motivation für die Supendierung des neues Gesetzes kommt und was die wahren Hintergründe sein könnten. Denoch scheint die Zivilgesellschaft nicht zu schlafen und hat prompt mit einer Kundgebung reagiert.
Nach dem ich meinen kleinen Kommentar über “Bundeswehr in Afghanistan” beendet hatte, musste ich die traurige Nachricht lesen, dass erneut 4 Soldaten getötet worden sind.
Damit steigt die Anzahl der Gefallenen auf 26. Die deutsche Bevölkerung sollte endlich mal ein bisschen Druck auf die Regierung machen, wenn sie nicht möchte, dass noch mehr ihrer Kinder unnütz sterben. Auch die Forderung nach moderneren Waffen und besserer Ausrüstung hätte in diesem Fall den Tod der Soldaten nicht verhindern können. Hinterhalte lassen sich einfach nicht vorhersagen und auch Haubitzen helfen hier nicht.
Mein Name ist Daniel Bosse. Ich habe bis Ende 2006 Politik-, Erziehungs- und Wirtschaftswissenschaften, also nichts und alles, auf Magister studiert. Im Jahr 2005 hatte ich die Gelegenheit, ein Praktikum an der Universität von La Matanza in Argentinien zu machen und bin in dieser Zeit mit diesem Land in Kontakt gekommen und hängen geblieben. Ich [...]more →
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