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Ein Besuch beim Tierarzt in Buenos Aires

Veterinärmedizinische Fakultät der Universität von Buenos Aires

Veterinärmedizinischen Fakultät

Heute berichte ich mal etwas Privates – sozusagen in eigener Sache. Obwohl so ganz eigen ist es dann auch wieder nicht. Ich habe heute zum ersten Mal die Veterinärmedizinische Fakultät der Universität von Buenos Aires (UBA) besucht, weil unsere Katze seit ungefähr 6 Wochen ununterbrochen erbricht. Klar es gab bereits Besserung und ca. 3 Wochen ohne Erbrechen, aber dann begann es vor drei Tagen erneut.
Was muss man also machen, wenn man in Buenos Aires lebt und einen Tierarzt braucht. Ersten kann man einen Tierarzt direkt anrufen, der dann nach Hause kommt und die Untersuchung durchfĂĽhrt. Dabei muss man lediglich aufpassen, dass es nicht irgendein Tierarzt ist, da es hier viele BetrĂĽger gibt.
Zweitens kann man direkt zur Veterinärmedizinischen Fakultät der UBA fahren oder die Untersuchung durchführen lassen. Deswegen habe ich gestern dort angerufen, um die genauen Öffnungszeiten zur erfahren und auch hier bekommt man ungenaue Informationen. Daran muss man sich gewöhnen, wenn man in Argentinien leben möchte. Bei jedem Anruf bekommt man auf die gleiche Frage eine andere Antwort – ich liebe diese Vielfältigkeit!

Also heute morgen dann gegen 6 Uhr aufgestanden, um, wie laut telefonischer Auskunft, gegen 7 Uhr einen Behandlungstermin zu vereinbaren. Nachdem ich in der Fakultät angekommen bin, musste ich feststellen, dass die Uni erst um 8 Uhr öffnet. Es habe sich aber bereits andere Tierhalter eingefunden, um rechtzeitig an die Reihe zu kommen. Ich kam wir ein wenig so vor als ob wir auf die Öffnung des Eintrittskartenverkauf warteten oder wie beim Erscheinen eines neuen Harry Potter Bandes.

Gegen acht öffneten sich die Türen und wir konnten eintreten, die Katze hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits in die „Hosen“ gemacht und wartet gespannt auf die Untersuchungen. Zu erst muss man eine Nummer ziehen und erneut warten und für die Aufnahme bezahlen, dann gelangt erst in den Kernbereich. Dort habe ich dann ungefähr 3 Stunden gewartet. Ich wurde von einem netten Tierarzt in spe empfangen, der mich in das mit dem Tierarzt und 7 weiteren Studenten gefüllte Zimmer bracht.

Die Katze wurde gut untersucht und man fand schnell die Ursache. Sie hat eine Milz (span. bazo), die so groß ist wie die Milz eines Schäferhundes. Danach ging es ab zur Ultraschalluntersuchung und zur Blutabnahme. Am nächsten Tag soll ich noch mal vortstellig werden. Also warten wir mal was der morgige Tag bringen wird. Ich hoffe, dass es dem Tier bald besser gehen wird.

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