Nachdem ich ein paar Tage Google Wave testen konnte, möchte ich hier meine weiteren Eindrücke präsentieren. Ich habe auch darüber nachgedacht einen Extra-Blog, nur speziell für die deutschsprachige Gemeinschaft, für GoogleWave einzurichten, aber meine einzige Assoziation für einen Name war GermanWave bzw. die deutsche Übersetzung Deutsche Welle. Und das ist, wie ihr wisst, ja bereits ein bekannter Name für unsere geliebte Deutsche Welle. Nun gut, zurück zum Thema: Lehren und Lernen mit Google Wave.
Was macht man eigentlich mit einem neuen Tool, das erstens auf Zusammenarbeit ausgerichtet ist und man zweitens nicht genug Google Wave Kontakte hat. Richtig, man geht auf die Suche nach geeigneten Kontakten. Auf der Suche nach Google Wave Kontakten eröffnet sich das zweite, ein eher persönliches und dem fehlenden Weitblick bzw. der Ignoranz geschuldete Problem – die mangelnden Englischkenntnisse. Zum Lesen und Hören reicht es, aber das Sprechen und Schreiben sind doch eher Kommunikationsfähigkeiten, die vernachlässigt worden sind.
Das bringt mich wiederum auf einen anderen Gedanken, gerade Google Wave für den Ausbau der oft vernachlässigten Schreibfertigkeiten im Fremdsprachenunterricht zu nutzen. Man schreibt zum Beispiel gemeinsam mit anderen DaF-Lernern an einer Geschichte, die dann auf einer Webseite eingebunden werden kann und somit allen Lernern bzw. interessierten Lesern weltweit zur Verfügung steht. Und das ist auch schon der erste große Punkt, den ich ansprechen will. Nach meinem derzeitigen Stand und Wissen würde ich Google Wave eher als ein Werkzeug für die Arbeit an gemeinsamen Projekten gebrauchen, als für den Ersatz als virtuelles Whiteboard im Gruppenunterricht. D.h., dass es im Moment leider noch nicht so viele Möglichkeiten gibt, um Google Wave als einziges Instrument für den Ablauf eines simultanen Online Unterricht für eine Gruppe zu nutzen.
Es ist natürlich schon aufregend zu sehen, wie 3 oder mehr Personen gleichzeitig einen Text schreiben, aber das sollte nicht das einzige Kriterium für den Einsatz sein. Gleichwohl dies schon einer “realen” Sprechsituation sehr nahe kommt. Ebenfalls ist die Offenheit der Google Wave Benutzer erstaunend. Man kommuniziert mit unbekannten Menschen, die alle ein großes Interesse an diesem neuen Tool haben und ihr Wissen auch gerne teilen und diese ist schon ein berauschendes Gefühle. Ich hoffe nur, dass diese Euphorie nicht sofort verpufft und man danach wieder dem alten Muster des Hortens und Geheimhaltens verfällt, bei dem jeder versucht sein Wissen für sich zu behalten, um damit einen Marktvorteil zu erreichen.
Es gibt sogar schon eine Liste mit Lehrern und “Educators”, die Google Wave nutzen. Man kann sie hier finden Educators Wave Directory. Es ist ebenso möglich dort einzutragen, um eine Einladung zur erhalten.






Facebook
Twitter
Xing
LinkedIn
Disqus
YouTube
Technorati
Delicious
Blog
Google Profile
Bin voll mit dir einverstanden und habe den gleichen Eindruck – allerdings finde ich gibt es bislang auch für die von dir gezeichneten sehr richtigen Einsatzszenarien wie ich finde bessere Tools – zum Schreiben z.B Etherpad, das sich für Lerner ohne Login nutzen und leicht in eine Lernumgebung einbetten lässt…. Vielleicht irre ich mich, aber ich halte Wave bisher für einen riesig aufgeblasenen Hype und denke, dass im Netz selten (wenn überhaupt mal) ein Projekt wirklich revolutionär war, dass von einer großen Firma eingeführt wurde. Google selbst, Facebook oder Twitter waren doch alle eher kleine Projekte, die dann die Nutzer überzeugt haben und erst so groß geworden sind