Der letzte “Präsident” der argentinischen Militärdiktatur Reynaldo Bignone wurde wegen Menschenrechtsverbrechen zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Er wurde in mindestens 56 Fällen fĂĽr schuldig befunden. Ebenfalls verliert er das Anrecht auf Hausarrest und muss in ein gewöhnliches Gefängnis ĂĽbersiedeln. FĂĽr den 82-Jährigen bedeutet das Urteil lebenslänglich.
Estela Carlotto , die Präsidentin der Vereinigung Abuelas de Plaza de Mayo, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Urteil. Sie sagte ebenfalls, dass Bignone nicht als Präsident, sondern als Schurke bezeichnet werden sollte und das er zu den Typ Menschen gehöre, die keine Gefühle zeigten und nicht bereuen würden. Das zeigte sich auch in der 40-minütigen Ansprach Bignones, in der er nicht müde wurde zu betonen, dass es sich um den Krieg gegen den Terror gehandelt habe und vielleicht höchstens 8000 Menschen ermordert worden sein. Der Höhepunkt war, dass er sagte, dass man niemals auf die Summe von 30.000 Menschen kommen würde und niemand durch die Hand eines Militärs ums Leben gekommen sei.Es ist doch immer dasselbe mit diesen Leuten, die Fakten bis zum Schluss leugnen und sich mit den Regeln des Krieges rechtfertigen. Wie oft hörte man diese Sätze aus deutschen Mündern.
Der Ausgang des Prozeß lässt hoffen und steigert das Vertrauen in die Gerichtsbarkeit. Gleichwohl man noch auf einen Prozeß gegen Jorge Rafael Videla warten muss, gegen den ebenfalls eine Auslieferungsantrag der deutschen Justizbehörden gestellt worden ist. Die Nürnberger Staatsanwaltschaft wirft Videla Mordvor. Er wird für die Verschleppung und Ermordung der zwei Deutschen Rolf Stawowiok und Elisabeth Käsemann verantwortlich gemacht.
Prozessbericht Campo de Mayo from PARKAFILM.CC on Vimeo.






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