Die Route: Salta – Cachi – Cafayate – Salta – Purmamarca – Tilcara – Salta
Kilometer: 2200 km
Tag 1: Salta – Cachi ca. 150 km
Salta, die Schöne ist er Name der Provinzhauptstadt Salta von der gleichnamigen Provinz im Nordwesten von Argentinien. Aber es soll nun kein Bericht über die Geschichte der Stadt folgen, sondern eine kleine Dokumentation unserer 6-tägigen Reise durch Salta, Tucuman und ein bisschen Jujuy. Vielleicht bekommt ja der ein oder der andere Lust, diese Reise ebenfalls zu bestreiten.
Unsere Reise beginnt um 6:30 Uhr auf dem Inlandsflughafen von Buenos Aires (JorgeNewbery), da wir rechtzeitig in Salta sein wollten, um noch am gleichen Tag nach Cachi weiterreisen zu können. Der Flug (Hin- und Rückflug) kostet ungefähr zwischen 200,- bis 250,- US-Dollar und mit dem Bus ungefähr die Hälfte, man braucht aber auch mehr als das Fünffache an Zeit.
Nach 2 Stunden Flug landen wir in Salta und nehmen uns einen Mietwagen, den wir bereits in Buenos Aires bestellt hatten (insgesamt ca. 2200 Pesos). Da wir eine lange Strecke vor uns haben und ich bereits die argentinischen Schotterpisten kenne, decken wir uns noch mit Essen und Trinken ein. Man weiß ja nie und außerdem wollen wir uns Zeit nehmen, um die Landschaft auf uns wirken zu lassen. Etwas und nach einigem Verfahren befinden wir uns auf dem Weg nach Cachi.
Es geht an Flüssen, Bergen, verschlafenen Dörfern und vielen wilden Tieren vorbei. Wir haben sogar das Glück drei Kondore sehen zu dürfen.

Wir lassen uns viel Zeit und machen überall halt und genießen die Ruhe und die Weite. Gegen 18 Uhr erreichen wir trotz Proviant hungrig Cachi – ein sehr idyllischer Ort. Wir kehren in das sehr schöne und kleine Hotel ElCortijo ein. Weitere Übernachtungsmöglichkeiten gibt es auf der Seite von http://www.welcomeargentina.com/. Die Restaurants sind sehr schlicht und charmant. Ich empfehle am Abend in ein Restaurant zu gehen, in dem die tradionelle Peña angeboten wird. Peña ist ein Art Folklore-Konzert, das man am besten mit einem Glas Wein und Empanadas genießt und auf dem einheimische Lieder gesungen werden. Ebenfalls lädt der Sänger die Gäste ein, eigene Lieder aus der Heimatregion zu singen. Die Peña ist auch eine Art Wettkampf zwischen den einzeln Tischen und am Ende des Abends gewinnt der Tisch, der am besten gesungen und den meisten Beifall bekommen hat.
Tag 2: Cachi – Cafayate ca. 150 km
Heute hieß es früh aufstehen, frühstücken und losfahren. Noch schnell Proviant besorgt und nachgetankt und schon begeben wir uns auf in Richtung Cafayate. Der Weg ist wie bekannt eine Schotterpiste und man sollte vorsichtig fahren! Eigentlich bleibt einen sowie so keine Wahl, da man überall von der Landschaft gefangen genommen wird. Nach ca. 30 oder 40 km kommt eine Gabelung, bei der man sich entscheiden muss, ob man lieber durch die Quebrada El Colte und auf dem “Camino de los artesanos” fahren möchte. Auf dem Camino de los artesanos kann man der dortigen Bevölkerung Kunsthandwerk, wie Tonkrüge, Decken, Ponchos und vieles mehr zu günstigen Preisen kaufen. Wir decken uns mit Ponchos, Decken und Schals ein.
Nach vielen Stopps und Fotosessions erreichen wir am Abend müde und ausgelaugt Cafayate, das uns bereits weit vorher mit seinen vielen weiten Weinplantagen begrüßte und Lust auf ein Glas Rotwein in der Abendsonne gemacht hat. Die Unterkunft in Cafayate war diesmal nicht ganz so gut, aber wir wollten ja auch nur duschen und schlafen. Denn nach so einem heißen und trockenen Tag sitzt der Staub in allen Poren und Ecken. Cafayate ist wie viele argentinische Orte aufgebaut. In der Mitte gibt es einen großen Platz, mit 4 Palmen, der Fahne und einem San Martin Denkmal in der Mitte. Der Wein ist lecker und auch hier findet man viele Restaurants mit Peñas.
Tag 3: Cafayate – Quilmes Ruinen – Salta ca. 300 km
Auch heute hieß es früh raus aus den Feder und Abfahrt! Es scheint er nach Stress als nach Urlaub auszusehen, aber es lohnt sich! Also rein ins Auto und dann auf in Richtung Tucuman. Die Ruinen liegen nämlich in der Provinz Tucuman rund 50 km südlich von Cafayate. Die Reise verlief relativ schnell und wir waren bereits in einer guten Stunden bei den Ruinen. Zwischen durch wurden wir noch von der Polizei gestoppt, die wissen wollte, woher wir kommen und wohin wir fahren. Wir haben noch kurz nach dem Weg gefragt, aber nur als Antwort “Geradeaus” bekommen. Naja, soviel Möglichkeiten gab es da jetzt nicht unbedingt.
Die Ruinen kann man sich in einer oder je nach Lust und Laune in 4 Stunden anschauen. Wir brauchten ca. 4 Stunden, da wir uns entschlossen haben – in guter “Indianer-Jones-Manier”, bis auf die obersten Festungsanlagen zu klettern. Die Mühe hat sich gelohnt, da man von oben einen fantastischen Ausblick auf die Ebene hat und auch die Dimensionen der ehemaligen Anlage besser erkennen kann. Man sollte aber wirklich genügend Wasser und festes Schuhzeug dabei haben. Auf unserem Rückweg zum Auto trafen wir noch auf 2 Einheimische die uns etwas über die Kultur der Quilmes und von ihrem Kampf um Anerkennung von Land und Boden erzählt haben. Ebenfalls haben sie uns erzählt, dass das Land früher sehr viel fruchtbarer war als heute und, dass der Klimawandel sowie der Weinbau das Land weiter austrocknen lässt.
Wieder untern angekommen, machen wir uns etwas frisch und begeben uns wieder Richtung Norden. Beim Verlassen hatten wir noch das Glück in eine kleine Herde Lamas zu geraten und ein paar lustige Fotos zu machen. In Cafayate heiß es wieder auftanken und für Wassernachschub zu sorgen.
Die Straße von Cafayate nach Salta ist relativ lang und glücklicherweise asphaltiert, sodass man etwas schneller vorankommen kann.
Der Weg führt uns durch eine bizarre von der Natur geformten Landschaft – die Quebrada de Las Conchas. Dort begegnet man Figuren, wie dem Obelisken, dem Frosch und auch Felsenformationen, wie dem Amphitheater oder dem Schlund des
Teufels. (Übrigens heißt in Argentinien vieles Garganta del diabolo). Das Amphitheater sollten man sich wirklich näher anschauen und auch mal die Akustik ohne Scheu ausprobieren – echt beeindruckend.

Abends erreichen wir die Provinzhauptstadt Salta, genau zur richtigen Zeit – nämlich direkt in den Feierabendverkehr hinein. Verwöhnt von der Weite und Ruhe der letzten 2 Tage, erschienen es uns wie ein Schock und bei der Parkplatzsuche kochte da nicht nur das Kühlwasser, sondern auch unsere Gemüter. Nach 45 Minuten haben wir dann Parkplatz und Unterkunft gefunden. Die nächsten 2 Tage werden wir nun in Posada Del Marques verbringen, um ein bisschen die Stadt erkunden zu können.







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Ein echt schöner Bericht. Wir waren vor 2 Jahren in der Gegend, allerdings nur für eine Woche, viel zu kurz. Na mal sehen, unser Urlaub steht vor der Tür. Man sieht sich
Hallo Brüderchen echt gut geschrieben, da bekommt man sofort lust die Reise zu wiederholen. Danke nochmal für die schöne Zeit.